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Die Geschichte des Parfums

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Jahrhunderte der Mystic & Verführung

  Aromen, Räucherharze, wohlriechende Essenzen -

die Geschichte des Parfums ist ein Stück Kulturgeschichte &

erzählt von Religionen, Sitten, Gebräuchen &

der wirtschaftlichen Entwicklung der Menschheit.

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6. Jhd. bis 1489

Die Zeit des Mittelalters

Die Kreuzritter des Mittelalters brachten die Kunst der

Parfumherstellung nach Europa, wo man der Meinung war,

dass aromatische Gerüche vor Krankheiten schützen würden.

So trugen die Wohlhabenden Parfumkugeln bei sich,

die mit aromatischen Harzen, Moschus & Ambra gefüllt waren.

Düfte beflügelten die Phantasie von Poeten,

Liebende bereiteten sich durch duftende Bäder aufeinander vor.

Eine neue Lebens- & Hygiene Kultur begann sich zaghaft zu entwickeln.

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1490 bis 1600

Die Zeit der Renaissance

Die neue Weltanschauung versetzte Europa in Aufbruchstimmung.

Kunst, Kultur & Wissenschaften gelangten zu neuer Blüte,

alchemistische Rezepte des Mittelalters wurden durch

die 1. chemischen Abhandlungen ersetzt.

Große Entdecker wie Columbus, Magellan oder Vasco de Gama

brachten neue, aromatische Rohstoffe

wie Kakao, Vanille, Tabak oder gewürznelken nach Europa.

Es war das Zeitalter der Schönheitsideale & Düfte durften dabei nicht fehlen.

Parfumhersteller aus Italien & Spanien ließen sich in Paris nieder,

besonders Spielereien wie Dufthandschuhe waren in Mode.

"Damen baden im Fluss" aus dem Jahr 1640 

Der Künstler ist mir unbekannt

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1600 bis 1700

Die Zeit des Barock

Der französische Hof von Versailles gab in Sachen

Mode & Körperkultur den Ton an.

Baden galt als verpönt - Ludwig der XIV (siehe Bild)

nahm in 4 Jahren nur ein einziges Bad.

Intensiver Körpergeruch wurde in Parfum ertränkt.

Den Handschuhmachern wurde es gestattet den Titel

"Parfumhersteller" zu führen & sich auch "Puderhersteller" zu nennen.

Montpellier & Grasse wurden zu den Welthauptstädten des Parfums.

König Ludwig der XIV (1638 - 1715)

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1700 bis 1789

Die Zeit der Aufklärung

Das Diktat der Mode prägte den Geschmack & die weibliche Eleganz.

Hygiene kam wieder in Mode.

Man bevorzugte feinere Düfte, mit denen die 1. Parfumeure reich wurden.

Grasse, das Zentrum der Parfumherstellung, erblühte im Wohlstand.

Raffinierte Techniken wie Enfleurage (Duftstoffgewinnung) & Destillation

wurden kultiviert.

In dieser Zeit kreierte Jean - Antoine Farina in der Glockengasse 4711

das Eau de Cologne.

"Mrs. Anne Hart" von Sir Henry Rarburn (1756 - 1823)

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1790 bis 1840

Die Zeit der Romantik

Die französische Revolution kannte mit den Parfumeuren des Adels keine Gnade.

Sie wurden erst durch Napoleon´s Gemahlin Josephine (1763 - 1814) rehabilitiert.

Sie brachte Parfum als kostbares Vergnügen wieder in Mode brachte.

Von Napoleon (1769 - 1821) ist überliefert, dass er Eau de Cologne schätzte.

Napoleons 2. Frau Marie - Louise von Österreich (1791 - 1847)

 beauftragte Mönche in Parma

einen geheimen Veilchenduft zu entwickeln.

1870 gaben die Mönche das Rezept an Lodovico Borsari (1858 - 1939) weiter,

der den berühmten Duft "Violetta di Parma" herstellte.

Napoleon & Josephine

Marie - Louise von Österreich

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Die Zeit Ende des 19. Jahrhunderts

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte auch das

gehobene Bürgertum seine Vorliebe für Luxusgüter.

Die Parfumherstellung geriet immer mehr zur Kunst, Chemie &

neuentdeckte Stoffe wie Heliotropin, Vanillin, Kuramin & Aldehyde

führten zu einer Revolution der Gerüche.

Die Geburtsstunde der modernen Parfumherstellung war gekommen.

"Waschen der Kinder" von Václav Brozik Ende des 19. Jahrhundert

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1900 bis 1920

Die Zeit der Belle Epoque & des Jugendstil

Das Luxusprodukt Parfum zeichnete sich durch seinen Namen &

zumeist kunstvollen Flakons wie etwa von

Lalique oder Baccarat als wertvoller Besitz seiner Trägerein aus.

Der Jugendstil zelebrierte enthusiastische Namen U Duftschöpfungen.

Guerlain, Caron & Coty zählten zu den legendären Parfumhäuser Europas.

 

Bekannte Parfums:

"Fleur qui Meurt" & "L´Heure Bleu" von Guerlain

"Blendheim Piquet" von Penhaligon

"Narcisse Noir" & "Tabac Blonde" von Caron

"Chypre" von Coty

"Pricessin Hyazinthia" von Alfons Mucha

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1920 bis 1930

Die wilden Zwanziger Jahre

Diese Zeit glich einem Tanz auf dem Vukan &

war gekennzeichnet vom Untergang des Korsetts &

der Emanzipation der Frauen.

Diese begannen zu arbeiten & demonstrierten damit eine neue Selbständigkeit.

Frische & Dynamik prägte diese Zeit, synthetische Duftstoffe aus Aldehyden belebten die Kreationen.

1921 brachte Coco Chanel mit "N° 5" das 1. synthetische Parfum auf den Markt.

 

Bekannte Parfums:

"N° 5" & "Cuir de Russie" von Chanel

"Triumphe de France" von Roger & Gallet

"Arpege" von Lanvin

"Soir de Paris" von Bourjois

"Joy" von Patou

Typisches 20er Jahre Flair.

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1930 bis 1950

Die Zeit der Wirtschaftskrise bis Nachkriegszeit

Die Dreißiger Jahre waren gekennzeichnet durch Weltwirtschaftskrise und

hohe Arbeitslosigkeit.

Die politischen Entwicklungen der folgenden Jahre ließen

keinen Raum für Parfumphantasien.

Nach dem Krieg erfand Christian Dior den New Look,

der eine neue Zeit ankündigte.

Das erste weibliche Modemagazin, Marie Claire, informierte über Mode, Schönheit, Liebeskummer und veröffentlichte Fortsetzungsromane.

Die Modemacher übten sich als Parfümeure und

setzten starke, charaktervolle Düfte durch.

Wer auf sich hielt, benutzte ein Parfum der Haute Couture,

um sich von anderen zu unterscheiden.

Bekannte Parfums dieser Epoche:
"En Avion" von Caron

"Je reviens" von Worth

"Vol de Nuit" von Guerlain

"Shocking"  von Schiaparelli

"It’s you" von Elizabeth Arden

"Femme" von Rochas

"Vent Vert" von Balmain

"Miss Dior" von Christian Dior

"L’Air du Temps" von Nina Ricci

"Wachs auf Leinwand" 1954 von Karl-Otto Götz

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1950 bis 1960

Die Zeit der Demokratisierung des Parfums

In den 1950er Jahren erfolgte die Demokratisierung kostbarer Düfte.

Konfektion & Prêt - à - porter ersetzten die Haute Couture &

Parfums wurden erschwinglicher.

Die Herren unterstrichen mit dezentem EdT mit Lavendel & Vetiver ihre Eleganz &

verbanden den Duft mit dem Ritual der Rasur.

Überall war der amerikanische Einfluss spürbar!

Estée Lauder stellte mit "Youth Dew" ihr 1. Parfum als Badeöl vor &

ermöglichte damit den Frauen erstmals ihr Parfum selbst zu kaufen.

 

Bekannte Parfums:

"Magie" von Lancôme

"Eau d´Hèrmes" von Hèrmes

"Youth Dew" von Estée Lauder

"Quadrille" von Balenciaga

"Cabochard" von Gres

Gefunden auf :   www.beautesse.at

 Bild aus dem Zeitraum 1950 - 1960 Willi Sitte (1921)

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Kleine Duftkunde

In verschiedenen Parfüms werden ganz unterschiedliche Duftstoffe verwendet.

Ein schönes Parfum gehört fast so sehr zum Ausdruck

unserer Persönlichkeit wie unsere Kleidung.

Wir hüllen uns in verschiedene Düfte, um zu zeigen, wer wir sind.

Aber was ist eigentlich ein Parfum & wie bewahrt man es am Besten auf ?

Eine geraffte kurze Duftgeschichte
Duftende Kosmetik wurde bereits vor mehr als 5000 Jahren verwendet.

Schon Kleopatra war es wichtig, gut zu duften,

denn vor allem in Ägypten nutzten die Frauen wohlriechende Öle.

Nur kurze Zeit später verwendeten auch arabische &

römische gut situierte Frauen Duftstoffe.

Seit dem 14. Jahrhundert wurde Parfum auch in Europa hergestellt.

Als europäisches Gründerzentrum des Parfums gilt die französische Stadt Grasse, in der auch das Buch von Patrick Süßkind  „Das Parfum“ angesiedelt ist.

Was riechen wir eigentlich?
Parfums bestehen in der Regel zu etwa 80 Prozent aus Alkohol.

Dazu werden die duftenden Essenzen gemischt.

Hier wird zwischen synthetisch hergestellten Duftstoffen & natürlichen Essenzen unterschieden. Oft werden ätherische pflanzliche oder tierische Öle benutzt, um die aufwändigen Parfums zu kreieren.

Aktuell stehen den Parfumeuren etwa 200 natürliche Essenzen & 2000 synthetische Öle zur Verfügung.

In einem Duft werden 30 bis 80 verschiedene Stoffe miteinander vermischt, was die Herstellung sehr aufwändig macht.

Die Duftfamilien
Die florale Duftfamilie riecht, wie der Name schon sagt, sehr blumig. Jasmin, Rose & Veilchen sind die beliebtesten Duftcharaktere dieser Klasse.

Orientalische Düfte gelten als sehr sinnlich. Hier stehen meist pudrige Duftnoten oder Vanille im Vordergrund. Zu den Zitrusdüften zählen frische sommerliche Kreationen.

Die Cypre-Familie bezeichnet die harmonische Vereinigung von kontrastierenden Duftstoffen, wie zum Beispiel blumig-moosig.

Der Name dieser Gruppe stammt von einem Duft aus dem Jahr 1917, den Francois Coty hergestellt hatte.

Francois Coty ist bis heute einer der größten Parfumhersteller.

Fougère-Düfte sind oft besonders maskulin und aromatisch. Dazu gehören Charaktere wie Rosmarin und Lavendel. Diese werden allerdings meistens für Herren-Düfte verwendet.

 

Die Duftnoten
Die Art, wie sich ein Parfum entfaltet, ist in verschiedene Kategorien eingeteilt.

Hier spricht man von den verschiedenen Duftnoten.

Die Kopfnote bezeichnet den ersten Eindruck eines Duftes. In der Regel ist dieser Geruch nur wenige Minuten wahrnehmbar. Als Kopfnoten werden oft Zitrusdüfte verwendet. Diese verfliegen besonders schnell.

Die Herznote ist die „Seele“ eines Parfums. Sie riecht länger & milder. Nach circa anderthalb Stunden ist der oft blumige Duft verflogen.

Erst zuletzt kommt die Basisnote zum Vorschein. Sie gilt als Fundament eines Duftes & hält besonders lange. Erst nach mehreren Stunden ist ihr Geruch verflogen.

Aufgrund der verschiedenen Duftnoten ist es wichtig, sich Zeit für den Parfumkauf  zu nehmen. Der Duft muss sich in Ruhe entfalten, bevor man den entgültigen Geruch wahrnehmen kann.

Außerdem ist es wichtig, ein Parfum immer auf der eigenen Haut zu testen. Hautbeschaffenheit, Ernährungs- & Lebensgewohnheiten sowie der Hormonhaushalt beeinflussen den Duft eines Parfums.

Aufbewahrungs-Tipps
Ein Parfum ist in der Regel verschlossen mindestens 24 Monate haltbar. Es sollte dabei immer dunkel und bei Zimmertemperatur gelagert werden. Wenn es angebrochen ist, kann man das Parfum mehr als sechs Monate verwenden.

Farbe, Konsistenz & Geruch verraten, ob das Parfum noch benutzbar ist.

Wenn sich die Farbe verändert oder das Parfum dickflüssiger wird, sollte es nicht mehr benutzt werden.

Kleine Anwendungskunde
Das A und O bei der Verwendung von Parfum ist die Konzentration.

Es gibt nur einen schmalen Grat zwischen dezent & aufdringlich.

Man will gut riechen, darf aber andere nicht mit dem Geruch belästigen.

Ein Parfum sollte nur sparsam an den Pulspunkten (am Handgelenk, hinter den Ohren oder am Hals) aufgetragen werden.

Mit einem Eau de Toilette kann man ruhig ein bisschen mutiger sein.

Für den Sommerduft eignen sich besonders blumig-frische Düfte, zu Abendanlässen oder im Winter sind pudrige Düfte erlaubt.

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ENDE

Ich bedanke mich herzlich für Ihr Interesse !

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