WICHTIG

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Alle Texte, Label & Fotos auf dieser Seite sind Eigentum des Urhebers.

Sie werden hier nur als Qualitätshinweis der Produkte erwähnt.

 

Die Beschreibung der Flacons verläuft immer von links nach rechts.

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"Parfum nach Gewicht"

Eduard-Harry & Lutz Lehmann

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Traditionsbetrieb in Berlin

 

Harry Lehmann, ein wohlhabender Privatier, erlernte in Südfrankreich aus Interesse das Komponieren von Parfüm.

1926  öffnete er seinen Laden, damals noch in Berlin Mitte, an der Potsdamer Straße.

Die Idee: Parfum aus guten Zutaten herzustellen, es aber zum kleinen Preis nach Gewicht abzugeben - die Flakons konnten die Kunden selbst mitbringen oder

schlichte Gefäße im Laden erwerben.

 

Marlene Dietrich, 1901 geboren, war eine sehr junge Dame, als sie, in den zwanziger, dreißiger Jahren, Kundin von Lehmanns „Duftquelle“ wurde.

 

Der Berliner Traditionsbetrieb wurde fortgeführt von Sohn Harry Lehmann

in der Friedrichstraße & seit Ende der

1950er  Jahre in der Kantstraße. Ende der

1960er  Jahre übernahm in dritter Generation der Enkel Lutz Lehmann das Geschäft. Die Einrichtung des Ladens stammt aus den 1950er Jahren.

 

Hier werden Duftkompositionen kreiert, das Parfum in großen Glasflaschen aufbewahrt & zum Verkauf in Milliliterfläschchen mit goldenem Barock-Etikett abgefüllt. Aus rund 100 Düften kann sich jeder seinen ganz eigenen Duft mixen lassen. Auch wenn Marlene Dietrich´s Veilchenparfum heute nicht mehr so duftet wie damals: Das Prinzip ist geblieben, bis heute.

 

Lutz Lehmann verschickt seine Kompositionen in alle Welt.

An Leute, die vor Jahrzehnten ausgewandert sind, an einstige Austauschstudenten, die sich damit ihre Berlin-Erinnerung wachhalten.

Vielleicht schickte er sogar an die alternde einsame Marlene Dietrich in Paris.

Ein paar Kunden dort hat Lehmann auch & wer weiß, welches Inkognito das Berliner Veilchen bestellt hatte?

 

Herr Lehmann ist diskret, was seine Kundschaft angeht.

Sie steht auf 10 000 Karteikärtchen, samt den Rezepturen der individuell aus den Basisparfums zusammengemixten Düfte. Gut verwahrt, die Lebenden & die Toten.

 

„Parfums nach Gewicht“ und „Künstl. Blumen“ prangt über dem Laden.

Seit er 16 war, nach dem Tod des Vaters, hatte Lutz Lehmann getreulich die Kompositionen des Großvaters weiter gemischt & überarbeitet.

 

In der Kantstraße in Charlottenburg sitzt Lutz Lehmann auf demselben Stuhl,

auf dem schon seine Mutter & sein Vater, wohl auch der Großvater,

in dem winzigen Kontor vor der vergilbten Tapete gesessen hatten.

Die Tür in seinem Rücken führt ins Labor - das ist sein Betriebsgeheimnis.

Dort braut Lehmann, einer der letzten individuellen Parfümeure,  jene Düfte,

die am anderen Ende der Stadt bei trendbewussten Berlinerinnen Schreie des Entzücken auslösen.

 

Sein Laden ist ein Schmuckstück eigener Art, so gut wie unverändert seit 1958. Damals führten ihn Lehmanns Eltern, die Mutter war bis zu ihrem letzten Tag,

mit mehr als 90 Jahren, im Geschäft.

Herr Lehmann gedenkt, es ihr gleichzutun:

„20, 30 Jahre mache ich das noch“, sagte er.

Er hofft, da er selbst keine Kinder hat, auf den Großneffen.

Der ist sechs Jahre alt - in dem Alter hatten ihm, Lutz, seine Eltern die ersten Grundöle zu unterscheiden gelehrt.

 

L.L. hat auch selbst viele eigene Parfums entworfen.

Besonders stolz ist er auf „Surabaya“, eine extrem würzig-orientalische Mischung. „Ein tolles Produkt“, schwärmt Herr Lehmann. Leider verkaufe es sich nicht.

Herr Lehmann rechnet dann auch - manch ein Duft ist auch wieder aus dem Sortiment geflogen, „Surabaya“ bisher nicht.

 

Heute hat L.L. so viel zu tun wie nie zuvor.

Allein von der Duftrichtung „Tulpe“ verkauft er jetzt zehnmal so viel als noch vor wenigen Jahren. Auch andere wollen nun unbedingt an dem neuen Hype der alten Düfte teilhaben & Lehmanns Ware verkaufen.

Auch Lutz Lehmann selbst will expandieren. Anders, sagt er, sei es nicht zu schaffen.

Zum Erfinden neuer Düfte kommt er gar nicht mehr.

Das, sagt er, mache am meisten Spaß, aber auch am meisten Mühe.

Würde er ein individuelles Parfum für einen Kunden entwerfen, müsse er, bei alldem Experimentieren, etwa 5000 Euro dafür verlangen.

Wäre der Duft fertig, würde Lehmann allerdings genauso viel verlangen wie für alle anderen Düfte auch: so um die fünf Euro je 10 Milliliter.

 

Gefunden :

*** http://www.parfum-individual.de

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"St. Tropez"

Parfum - us - 5,2 cm - 10 ml

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"Point of no Return"  &  "Châtelaine"

Parfum - us - 7 cm - 10 ml

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Parfum - f - 7,4 cm - 15 ml

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"Reines Kölnisch Wasser"

Reines KW - us - 13,5 cm - 100 ml

Das Geschenk einer älteren Dame aus Berlin.

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ENDE

Ich bedanke mich herzlich für Ihr Interesse !

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